Elektrische Geräte haben längst ihren Siegeszug im Kinderzimmer angetreten. Wo es früher nur die Deckenlampe gab, gibt es heute Spielzeuge und sogar Babyausstattung mit Batterien, WLAN-Verbindung oder Sensoren wie Sand am Meer. Kleine Kinder sollten vor diesen Gefahren geschützt werden, ältere Kinder dagegen einen verantwortungsbewussten Umgang lernen.

Kinder – die Digital Natives

Früher waren die Gefahrenquellen in Haushalt und Kinderzimmer überschaubar, wenn auch nicht weniger gefährlich. Das Spiel mit dem Strom entpuppte sich als Gefahr oder aber Glühbirnen wurden zu heiß und stellen ein Brandschutzrisiko dar.

Heute funktionieren im Kinderzimmer viele Dinge digital oder elektronisch. Kinder wachsen mit Smartphone, Tablet und Co. auf, lernen früh, dass die Geräte aufgeladen werden müssen, wenn der Akku leer ist und wollen auch in ihrem Reich nicht auf die spannenden Spielzeuge verzichten. Wichtig ist daher, dass Kinder einen sicheren und sinnvollen Umgang mit Elektronik erlernen können.

Lichterloh – in sichere Lampen investieren

Im Kinderzimmer sind Stehlampen und Fluter Tabu. Im eifrigen Spiel werden sie oft mit Tüchern verhängt oder umgeworfen. So entwickelt sich im Handumdrehen ein Feuer, das auf das gesamte Zimmer übergreifen kann.

Wenn dein Kind nur mit Nachtlicht einschlafen kann, solltest du dringend darauf achten, dass der Stecker sich nicht erwärmen und damit entzünden kann. Eine praktische Alternative sind Schlummerlichter mit Batterien oder sogar Solar.

Deckenleuchten für das Kinderzimmer sind hingegen eine sichere Variante, das gesamte Zimmer zu erleuchten. Sie sollten hell genug sein, dass schlaftrunkene Kinderbeine nicht über herumliegendes Spielzeug stolpern, aber gleichzeitig eine gute Atmosphäre schaffen, in der die Kinder gerne spielen.

Strahlend – Gefahren durch elektronische Geräte im Kinderzimmer

Strahlungsarmes Kinderzimmer

Besonders im Kinderzimmer ist es ratsam, den sogenannten „Elektrosmog“ möglichst gering zu halten.

Strahlenschutz spielt gerade im Kinderzimmer eine wichtige Rolle, denn Kinder sind besonders empfindlich. So wird etwa ein Zusammenhang zwischen Schlaf- und Konzentrationsstörungen und elektronischen Geräten im Kinderzimmer vermutet.

Diese sollten über Nacht nicht auf Standbymodus gestellt werden, sondern vollkommen vom Netz genommen werden. Besser noch: Laptops, Tablets und Co. aus dem Kinderschlafzimmer verbannen. Auch das Babyfon sollte nicht in unmittelbarer Nähe zum Kinderbett positioniert werden, zwei Meter Sicherheitsabstand sind ratsam.

Ein Schock fürs Leben – sicherer Umgang mit Strom

Im Umgang mit Strom gilt es, auf keinen Fall ein Risiko einzugehen. Stromschläge können tödliche Folgen haben. Im Ernstfall Stecker ziehen oder Strom abdrehen und Kind mit nichtleitenden Materialien wie Gummi oder Holz zur Seite stoßen. Auf keinen Fall solltest du mit bloßen Händen versuchen zu helfen, denn im Falle eines Stromschlags wird das Kind selbst zum Leiter.

Damit es gar nicht soweit kommt, müssen unbedingt kindersichere Steckdosen installiert oder ein nachträglicher Steckdosenschutz eingebaut werden. So kommen neugierige Kinderhände gar nicht erst in Versuchung, das Phänomen elektrischer Strom genauer zu untersuchen.  Achtung: Mehrfachsteckdosen müssen ebenfalls kindersicher gemacht werden!

Spielzeug mit 230 Volt Spannung sollte im Kinderzimmer keinen Platz haben. Besser und sicherer sind da Spielgeräte mit Batterien und Akkus. Wo Kabel durch das Zimmer führen, müssen diese ordentlich, am besten unter einem Teppich verlegt und mit Klebestreifen fixiert werden.

Ältere Kinder mit eigenem Handy sollten früh lernen, dass Handyladekabel im Bett nichts zu suchen haben. Sind die Kabel beschädigt, sollten sie sofort ausgetauscht werden. Als Elternteil ist es wichtig, auch darauf zu achten und gemeinsam mit deinem Kind regelmäßig über Gefahren und Schutzmaßnahmen zu sprechen.