Pedelecs, wie die E-Bikes mittlerweile genannt werden, haben sich gegen den Widerstand der Zweifler und Schwarzseher auf breiter Front durchgesetzt. Dank moderner Akkus, die als Kraftquelle für das mühelose Radeln eingesetzt werden, können auch lange Strecken ohne große Konditionsprobleme überwunden werden. Und auch die vielbeschworene Selbstentzündungsgefahr, die den Akkus zugesprochen wurde, hat keine Bestätigung gefunden.

Dennoch treten vor der Anschaffung eines E-Bikes noch immer einige Fragen auf. Verabschieden darf man sich vor allem von der Illusion, dass die eingesetzte Batterie nach jedem Ladevorgang stets die gleiche Laufleistung bereitstellt. Wie weit eine Akkuladung führt, hängt immer auch davon ab, wie stark der mobile Kraftversorger entlastet wird.

Wodurch wird die Laufleistung beeinflusst

Schaltverhalten, persönlicher Krafteinsatz des Fahrers, Streckenverlauf, Gepäckgewicht oder Reifendruck sind Parameter, die sich teilweise dramatisch in Reichweiten-Unterschieden bemerkbar machen.

Zu der Gewichtssituation trägt auch der Akku selbst bei. Die neue Generation der Lithium-Ionen-Akkus hat bereits viele Gewichtsvorteile gegenüber den veralteten Nickel-Kadmium-oder Blei-Akkus. Schließlich treibt eine einzelne Akkuzelle noch kein Fahrrad an.

Karten von Europa

Die Reichweite von Elektro-Fahrrädern wird durch viele Faktoren beeinflusst

Vielmehr müssen viele Zellen hintereinandergeschaltet werden, um die notwendige Energie für eine Reichweite von rund 50 Kilometern bereitzustellen. Und je mehr Zellen benötigt werden, umso höher wird das Gewicht, das letztlich wieder die Reichweite belastet.

Entscheidendes Kriterium für die Leistungsfähigkeit und damit der Reichweite des Akkus ist seine Kapazität. Dieser Energieinhalt wird auf der Batterie in Wattstunden (Wh) ausgewiesen. Je höher die Zahl der Wattstunden angegeben wird, desto größer sind die Kapazitäten, die für die Radtouren bereitstehen.

Moderne Akkus lösen alte Probleme

Ein weiterer Vorteil der modernen Lithium-Ionen-Akkus liegt darin, dass der sogenannten Memory-Effekt nicht auftritt. Für den Betrieb im Pedelec bedeutet diese Tatsache, dass die Akkus nicht an Kapazität verlieren, wenn sie nur zum Teil aufgeladen sind.

Vorsichtig sein sollte man dabei, das Pedelec zu lange unbewegt stehen zu lassen, wenn der Akku bereits vollständig leer ist. Denn der Selbstentladungsvorgang läuft automatisch weiter und mündet in einer schädlichen Tiefentladung, die den Akku nachhaltig schädigen kann.

Also: Akku zu etwa 50 Prozent aufladen und bei 15 – 18 Grad Celsius lagern. Dann setzte auch der Verschleißprozess, dem alle Akkus auch bei bester Pflege unterliegen, erst später ein.

Und: Kauft nur original Ersatz-Akkus oder solche, die vom Antriebshersteller freigegeben sind.