Die Gefahren des Passivrauchens sind längst bekannt. Nicht nur Rauchen selbst führt zu einem erhöhten Risiko von Atemwegs-, Krebs- und Herzerkrankungen, sondern auch die Exposition mit Nebenstromrauch. Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Jahren die Nichtrauchergesetze stetig weiter verschärft. Raucherkabinen schützen Nichtraucher vor den Folgen des Passivrauchens. Matthias Gräf von smokecorner.de erklärt die Technik hinter den High-Tech-Kabinen. 

Was ist eine Raucherkabine?

Eine Raucherkabine ist ein abgeschlossenes oder halbgeschlossenes System zum Schutze von Nichtrauchern vor giftigem und karzinogenen Rauch. Im Gegensatz zu Raucherräumen, die oft mehr schlecht als recht die Umwelt vor schädlichen Einflüssen schützen, bleibt hier die direkte Umgebung unbehelligt. Und auch der Brandschutz kann durch die Kabinen optimal gewährleistet werden.

Gesetzlicher Nichtraucherschutz

Nichtraucherschutz Gesetz

Der Nichtraucherschutz ist im Gesetz genau geregelt und einzuhalten

Nichtraucherschutz ist von Seiten des Gesetzgebers nicht als Option, sondern als Pflicht vorgegeben. Raucherkabinen entsprechen den strengen Auflagen und kommen häufig dort zum Einsatz, wo ein strenges Rauchverbot gilt, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmittel, Bahnhöfen und Flughäfen.

Auch am Arbeitsplatz wird Nichtraucherschutz großgeschrieben. Hier stehen Gesundheitsschutz und Sicherheit der Arbeitnehmer im Mittelpunkt und werden sowohl in der Gesetzgebung der Länder als auch auf Bundesebene berücksichtigt. Am Arbeitsplatz haben Arbeitgeber allerdings auch Gestaltungsmöglichkeiten, indem sie etwa Raucherräume einrichten – oder eben Raucherkabinen installieren.

Funktionsweise der Nichtraucherschutzsysteme

Ziel der Kabinen ist es, dass kein Passivrauch an die Umgebung abgegeben wird, das heißt, dass der Rauch vollständig und rückstandslos erfasst wird. Dies wird mit technischer Unterstützung eines mehrstufigen Filtersystems ermöglicht.

Und so funktionieren die technisch-ausgefeilten Nichtraucherschutzsysteme vom ersten Schritt bis zum Verlassen der Raucherkabine:

  1. Betritt man die Kabine, schalten sich über einen Bewegungsmelder automatisch Lichter und Filtersystem ein.
  2. Beim Rauchen saugt ein automatisches Aschenbechersystem toxische Dämpfe ein. Gleichzeitig sorgt der Aschenbecher dafür, dass kein Brand entstehen kann.
  3. Während des Rauchens wird die Luft gereinigt.
  4. Verlässt man die Kabine, schaltet sich die Anlage innerhalb weniger Minuten wieder aus.

Für das Filtersystem gibt es dabei zwei Möglichkeiten mit einigen Vor- und Nachteilen. Ein Umluftfiltersystem ist äußerst unkompliziert. Alles, was benötigt wird, ist eine Steckdose. So kann eine solche Raucherkabine problemlos auf- und abgebaut werden. Allerdings wird in diesem Fall alle 6-12 Monate ein Filterwechsel notwendig.

Nichtraucherschutz

Bei Raucherkabinen ist zwischen dem Umluftfiltersystem und der Fortlufttechnik zu wählen

Die Fortlufttechnik hingegen garantiert einen größtenteils wartungsfreien Betrieb. Im Gegenzug ist allerdings eine Wand-, Fenster- oder Dachdurchführung notwendig, damit tabakrauchhaltige Luft ins Freie geführt und Frischluft zugeführt werden kann. Die laufenden Kosten für die Produkte dieser Reihe sind ein wenig höher aufgrund der Heizkosten.

Raucherkabinen können im Innenbereich eingesetzt werden, ohne die Umgebung einer Rauch- und Gefahrstoffbelastung auszusetzen. Auf diese Art und Weise kann betrieblicher Nichtraucherschutz ohne weite Wege für Raucher gewährleistet werden. Sollte dies nicht gewünscht sein, können auch im Außenbereich Raucherkabinen oder -unterstände aufgebaut werden, um Schutz bei Wind und Wetter zu schenken.